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In Skiathos kommt Freundin K an Bord. Mit eben solch einem Tiefflieger, wie sie hier im Sommer ca. 6 mal am Tag landen und starten. Nach zwei weiteren Tagen vor Anker gehen wir zum Auffüllen der Wasservorräte an die Pier. Nachdem wir den Herren der Schlüsselkarte ausfindig machen konnten und auch schon bezahlt hatten, erfahren wir, daß das Wasser auf Skiathos nicht zum Trinken geeignet ist. Auch nicht auf den anderen Inseln. Nun ja, wir haben noch 500 Liter und der nette Mann nimmt die Schlüsselkarte im Austausch für unser bereits bezahltes Geld wieder zurück.
Wieder einmal ärgere ich mich, daß ich im Frühjahr doch keinen Watermaker eingebaut habe.

Aber mit dem vorhandenen Wasser kommen wir noch 10-14 Tage aus. Dann sollten wir eigentlich auf Andros sein und da gibt es ja Trinkwasser.

Nachdem die sonstigen Vorräte aufgefüllt wurden, geht es also zurück nach Panormos, wo wir die nächsten Tage damit verbringen die andere Hälfte des Unterwasserschiffs zu reinigen und zu faulenzen. Ich darf meine erste Unterwasserreparatur mit diesem überall aushärtenden Epoxy-Knetkit machen. Beim Putzen fällt K nämlich auf, daß am Skeg im vorderen Bereich das GFK auf ca. 10 cm Länge aufgebrochen ist. Ob das nun von der anhänglichen Ankerboje in Volos kommt oder schon älter ist, bleibt unbekannt. Ich tippe eher auf eine Felsen in der Einfahrt von Othoni, mit dem wir im April Bekanntschaft machten.
Der Knetkit verschließt die Stelle jedenfalls und sollte verhindern, daß das Laminat dort zuviel Wasser zieht.

Die Tavernen in der Hauptbucht werden von den Ankerliegern gerne frequentiert, wie man an dieser abendlichen Dinghyparade sehen kann:




Nachdem ein passender Wind Richtung nördliche Kykladen in weiter Ferne liegt und die kahlen Inseln dort ohnehin nicht den Zuspruch der gesamten Crew erfahren, laufen wir irgendwann Richtung Achilio im Golf von Volos aus. Doch nach 6sm verabschiedet sich ohne Vorwarnung die Geschwindigkeits- und die Tiefenanzeige. Da beide im gleichen Transducer sitzen liegt der Gedanke nahe, daß dieser sich verabschiedet hat. Im NMEA2000 Netzwerk wird der Transducer auch nicht mehr erkannt. Der Gedanke ohne funktionierendes Echolot durch die griechischen Buchten mit den überaus genauen Seekarten zu tingeln, ist nicht sehr erbaulich.
Das Corpus Delicti liegt derweil ganz unschuldig da:





Nachdem auch ein Kabelproblem ausgeschlossen wurde, finde ich über die B&G Website einen Händler und Servicebetrieb in Athen. Ein Anruf dort ergibt, daß sie einen Ersatz am Lager haben. Kann per Courier in zwei Tagen in Volos sein. Also Kursänderung nach Volos (zum dritten). Wir müssen in der Hierarchie dort aufgestiegen sein, denn diesmal bekommen wir von Carlo einen Liegeplatz mit Mooringleine.
Die Freude ist groß, als tagsdarauf auch noch unsere schwedischen Bekannten einlaufen, die wir zum letzten mal im April 2015 in Almerimar gesehen hatten.




Mein Ansprechpartner bei TNL in Athen ist sehr hilfsbereit und hält via SMS Kontakt mit mir, bis ich tatsächlich zwei Tage später am Freitag Morgen (manchmal funktioniert sogar etwas in Griechenland !) und 560 Euro ärmer den neuen Transducer in Händen halte.

Da die Temperaturen sich in Volos inzwischen der 40°C Marke nähern geht es nach Einbau und Funktionskontrolle des Teils und nach Auffüllen des Wassertanks mit dem hier ja trinkbaren Trinkwasser schnurstraks zur nächsten badegeeigneten Bucht.

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